22. Februar
Cathedra Petri

Während der Herrschaft Herodes Agrippas I., eines Enkels des Herodes Ascalonita, als König in Palästina (41 - 44), waren die zwölf Apostel hinausgezogen, um die Heilsbotschaft allen Völkern zu verkündigen. Petrus und Jakobus der Ältere brachen später auf oder kehrten noch einmal zurück, so dass sie festgenommen werden konnten. Jakobus wurde der erste Blutzeuge der Zwölf, Petrus aber kam auf wunderbare Weise frei und begab sich nach Rom. Zum Apostelkonzil im Jahre 49 reiste der hl. Petrus noch einmal nach Jerusalem. Dann ging er nach Antiochia, um von dort aus die heilige Kirche zu leiten. St. Petrus wurde Bischof von Antiochia, bevor er schließlich von Rom aus die ihm von Christus anvertraute Herde weidete.

So beging die heilige Kirche das Fest der Stuhlfeier Petri zu Antiochia am 22. Februar, bis das entsprechende Fest der Stuhlfeier zu Rom vom 18. Januar im Jahre 1960 gestrichen wurde. Seitdem dient der 22. Februar als Gedenktag der Übertragung des Hirtenamtes an den hl. Petrus. Um das Jahr 50 begründete der hl. Petrus das Bistum der syrischen Hauptstadt Antiochia. Sein zweiter Nachfolger dort wurde der hl. Ignatius, der ebenfalls zu Rom das Martyrium erlitt. Von Antiochia aus hat der hl. Petrus wohl etwa zehn Jahre lang die Kirche geleitet, doch wird er sich dazu nicht ständig in der Stadt seines Bischofssitzes aufgehalten haben. - Während dieser Zeit kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen St. Petrus und St. Paulus hinsichtlich der Frage des Zusammenlebens von Christen jüdischer und solchen heidnischer Herkunft. Doch entstand daraus nicht etwa ein bleibender Gegensatz zwischen den Apostelfürsten, die doch den Platz zu beiden Seiten des Heilandes einnehmen. Auch in zeitweiligen, sachlichen Auseinandersetzungen blieb St. Paulus für St. Petrus stets der geliebte Bruder. Ebenso muß der heilige Völkerapostel stets den von Christus selbst gelegten Felsgrund der Kirche ehrfürchtig anerkannt haben, hätte er sonst doch seiner gesamten apostolischen Tätigkeit die Grundlage entzogen. Petri Nachfolger auf dem Bischofsthron der syrischen Hauptstadt wurde der hl. Euodius. Er mag dieses Amt etwa während des letzten Drittels des 1. Jahrhunderts innegehabt haben. Ob er am Ende das Martyrium erlitt, ist nicht sicher. Sein bischöflicher Nachfolger wurde der hl. Ignatius. Den 18. Januar und den 22. Februar nennt man auch „Schlüssel der Septuagesima“, da diese Tage der früheste und der späteste Termin des Beginnes der Vorfastenzeit sind. So steht gewissermaßen der hl. Petrus mit dem Schlüssel am Tore des Weges zum hl. Osterfest.


Wege

Es gibt viele Wege, die der Mensch in seinem Leben gehen kann, aber nur zwei Richtungen: in die eine Richtung führen die breiten und bequemen Wege; in die andere Richtung führen die schmalen und oft unbequemen Wege. Wohin die Wege führen illustriert das nachfolgende Bild sehr anschaulich. Die breiten Wege führen in den ewigen Tod, die schmalen Wege zum ewigen Leben.

Beten wir für unseren hl. Vater Papst Benedikt XVI., dass er auch nach seinem Rücktritt vom Petrusamt weiterhin im Stillen wirkt, das Schifflein Kirche auf Kurs zu halten - wider alle irdischen Bemühungen eines verirrten Klerus.

Wege


LECIM