4. November:Hl. Kardinal Karl, Erzbischof von Mailand, Bekenner

Der hl. Karl stammte aus dem gräflichen Geschlecht der Borromäer und wurde schon mit 25 Jahren Erzbischof von Mailand und Kardinal. Er wirkte einfrig im Sinne des Konzils von Trient, errichtete Seminarien, veranlaßte die Herausgabe eines Katechismus und leitete seine Diözese in wahrhaft apostolischer Hirtensorgfalt. Groß waren sein Eifer für die hl. Messe, seine barmherzige Nächstenliebe und Freigebigkeit. Er starb im Alter von 47 Jahren.


Unternehmen Selbstmord

Erzbischof Marcel Francois Marie Joseph Lefebvre, geboren am 29. November 1905 in Tourcoing / Frankreich, gestorben am 25. März 1991 (Hochfest Maria Verkündigung - In Annuntiatione B.M.V.) in Martigny / Schweiz, gründete am 1. November 1969 (Fest Allerheiligen - In Festo Omnium Sanctorum) in der Diözese Freiburg die Priesterbruderschaft hl. Pius X (SSPX). Anstoß dazu gaben Priesteramtskandidaten, die ihn drängten, etwas für sie zu tun, da eine Ausbildung gemäss dem unverfälschten Glauben der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche in den meisten Seminarien in der Zeit nach dem zweiten Vatikanischen Konzil nicht mehr gewährleistet war. Somit feierte die SSPX vor drei Tagen ihr 43. Jubiläum.

Nachdem Monsignore Lefebvre am 30. Juni 1988 gegen päpstliche Anweisung Bernard Tissier de Mallerais, Richard Williamson, Alfonso de Galarreta und Bernard Fellay zu Bischöfen geweiht hatte, wobei ihm der brasilianische Bischof Antônio de Castro Mayer assistierte, verurteilte Papst Johannes Paul II. diese Bischofsweihen am 2. Juli 1988 mit dem Apostolischen Schreiben Ecclesia Dei Adflicta als schismatischen Akt. Seither gilt die SSPX aus der Sicht Roms und der Diözesen als "von der Kirche getrennt", wobei die gegebenen Fakten des Glaubenslebens diese Sichtweise schwerlich rechtfertigen. Hierzu gibt es umfangreiche und widersprüchliche Literatur.

Papst Benedikt XVI. hat durch zahlreiche Mitteilungen und Handlungen bekundet, auch schon zu Zeiten, als er Präfket der Glaubenskongregation war, daß die Kirche zu ihrer Tradition stehen muss, und daher auch die SSPX nicht als "Organisation außerhalb der Kirche" fortbestehen kann.

Mit Datum vom 24. Oktober 2012 teilte die SSPX der Öffentlichkeit den Ausschluß von Bischof Williamson wegen Ungehorsam den Oberen der Bruderschaft gegenüber mit. Dieser Ausschluß wird heftig debatiert, da die Begründung des Ausschlusses von Bischof Williamson die gleiche ist wie die für den Ausschluß der SSPX aus der römischen Kirche. Streitpunkt ist, ob und inwieweit Bischof Felly, der Generalobere der SSPX, in seinen Verhandlungen mit Rom die Prinzipien von Monsignore Lefebvre aufgegeben hat, und damit das Ende der SSPX riskierte. Auf Intervention Papst Benedikts XVI. kam - Gott sei Dank - vorerst keine Einigung zustande, wodurch Rom und die SSPX Zeit für weitere Überlegungen und Verhandlungen bekamen.

Hierzu einige interesante Dokumente in Englisch:

Ohne die verschiedenen Meinungen bewerten zu wollen ist sicher festzustellen, dass

Es stellt sich dem Laien also die Frage, wo die wahre Kirche ist, und wer die wahren Hirten sind.

Der SSPX ist dringend anzuraten, keine hektischen Schritte hin zu einer "Anerkennung durch Rom" zu unternehmen. Es ist zu bedenken, daß

andauerten. So gesehen hat die SSPX durchaus noch Zeit, die römische Kirche zur Tradition zurückzuführen.

Wie das gehen kann, ist uns Menschen nicht zugänglich. Aus menschlicher Sicht erscheint dies unmöglich, doch wurde uns versichert, dass die Kirche bis zum Ende der Zeiten nicht untergehen wird. In diesem Zusammenhang muss auch an das dritte Geheimnis von Fatima (Ermordung des hl. Vaters durch Soldaten) erinnert werden, das sich noch nicht erfüllt hat.

Rufen wir den hl. Erzengel Michael um Hilfe an!


LECIM