27. August
Monika
,Mutter des Kirchenlehrers Augustinus, * um 332 in Thagaste in Numidien, dem heutigen Souk Ahras in Algerien, † im Oktober 387 in Ostia in Italien


Monika, geboren von christlichen Eltern, heiratete in jungen Jahren den heidnischen Beamten Patricius. Den erfolgreichen Studienverlauf ihres jüngsten Sohnes Augustinus verfolgte sie mit mütterlichem Stolz. Doch seine religiöse Entwicklung, die ihn immer mehr vom wahren Glauben wegführte, erfüllte sie mit Sorge. In flehentlichen Gebeten bestürmte sie immer wieder aufs neue Gott, ihrem Sohn die Gnade des Glaubens zu schenken. Sie erlebte noch die Freude, dass sich Augustin in Mailand taufen ließ. Als Monika von dort nach Afrika zurückkehren wollte, starb sie im Herbst 387 zu Ostia. In den berühmten "Confessiones" ("Bekenntnissen") dankte Augustinus seiner Mutter für ihre Bemühungen um seine Bekehrung. Ihre Reliquien kamen angeblich 1162 nach Arras in Nordfrankreich. Seitdem ist ihre Verehrung bezeugt. Papst Martin V. überführte ihre Gebeine 1430 von Ostia nach Rom, sie liegen in der ihr gewidmeten Kapelle in der nach ihrem Sohn benannten Kirche S. Agostino in Rom.

Monika wird dargestellt als Matrone mit Buch, Kruzifix oder Rosenkranz. Monika ist Patronin der christlichen Frauen und Mütter Monika wird angerufen für die Seelenrettung der Kinder.


Wir brauchen Familien mit Kindern, keine Lebensgemeinschaften von Schwulen und Lesben. Und zwar Familien mit wahrlich marianischen Müttern, die für Ihre Kinder einfach da sind - immer!

Der Hl. Vater:



Liebe Brüder und Schwestern! „In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes“ (Kol 3,15). Mit diesen Worten des Apostels Paulus grüße ich euch alle herzlich im Herrn! Ich freue mich, nach Nazareth gekommen zu sein, dem Ort, der gesegnet ist durch das Geheimnis der Verkündigung; dem Ort, der Zeugnis gibt von den verborgenen Jahren Christi, in denen er heranwuchs und an Weisheit und Gnade zunahm (vgl. Lk 2,52). Ich danke Erzbischof Elias Chacour für seine herzlichen Grußworte und umarme mit dem Friedensgruß meine Brüder im bischöflichen Amt, die Priester und Ordensleute, und alle Gläubigen Galiläas, die in der Vielfalt ihrer Riten und Traditionen die Universalität der Kirche Christi zum Ausdruck bringen. Besonders danken möchte ich allen, die diese Feier möglich gemacht machen, besonders jenen, die an der Planung und dem Bau dieser neuen Stätte beteiligt waren, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf Nazareth hat. Wir sind hier in der Heimatstadt Jesu, Marias und Josefs zusammengekommen, um das Jahr der Familie ausklingen zu lassen, das die Kirche im Heiligen Land heuer gefeiert hat. Als Zeichen der Hoffnung für die Zukunft werde ich den Grundstein eines internationalen Zentrums für die Familie segnen, das in Nazareth gebaut werden soll. Lasst uns beten, dass das Zentrum dem Familienleben in dieser Region starken Auftrieb gebe, Familien überall Unterstützung und Beistand gewähre und sie dazu anspornen möge, ihre unersetzliche Sendung in der Gesellschaft zu erfüllen. Diese Etappe meiner Pilgerreise, ich bin da voll Vertrauen, wird die Aufmerksamkeit der ganzen Kirche auf die Stadt Nazareth lenken. Wie schon Papst Paul VI. hier gesagt hat, müssen wir alle nach Nazareth zurückkehren, um immer neu die Stille und die Liebe der Heiligen Familie zu betrachten, die das Vorbild allen christlichen Familienlebens ist. Hier kommen wir noch mehr dazu, am Beispiel Marias, Josefs und Jesu die Heiligkeit der Familie zu würdigen, die im Plan Gottes auf der im heiligen Bund der Ehe geschlossenen Beziehung zwischen Mann und Frau basiert, die sich ein Leben lang die Treue halten und das von Gott geschenkte neue Leben annehmen. Wie notwendig ist es doch, dass sich die Männer und Frauen unserer Zeit wieder diese grundlegende Wahrheit zu eigen machen, die das Fundament der Gesellschaft bildet; wie wichtig ist doch das Zeugnis von Ehepaaren für die Bildung gesunder Gewissen und den Aufbau einer Kultur der Liebe! In der ersten Lesung des heutigen Tages aus dem Buch Jesus Sirach (3, 3-7.14-17) wird uns die Familie durch das Wort Gottes als erste Schule der Weisheit gezeigt; eine Schule, die ihre Mitglieder in der Übung jener Tugenden unterrichtet, die zu wahrem Glück und dauerhafter Erfüllung führen. Im Plan Gottes für die Familie trägt die Liebe zwischen dem Ehemann und der Ehefrau Frucht in neuem Leben; eine Liebe, die Tag für Tag in dem liebevollen Bemühen der Eltern zum Ausdruck kommt, ihren Kindern eine umfassende menschliche und spirituelle Bildung zu geben. In der Familie wird jede Person, das kleinste Kind ebenso wie das älteste Familienmitglied, um seiner selbst willen geschätzt, und nicht als Mittel betrachtet, das irgendeinem anderen Zweck dient. Hier können wir bereits die ersten Anzeichen der wesentlichen Rolle erkennen, die der Familie als Grundstein einer wohlgeordneten und aufnahmebereiten Gesellschaft zukommt. Und wir lernen nun auch – innerhalb eines weiteren Rahmens der Gesellschaft – die Pflicht des Staates schätzen, die Familien in ihrer erzieherischen Sendung zu unterstützen, die Institution Familie und deren Rechte zu schützen, und zu gewährleisten, dass alle Familien unter würdigen Bedingungen leben und gedeihen können. Der Apostel Paulus spricht in seinem Brief an die Kolosser unwillkürlich von der Familie, als er die Tugenden veranschaulichen will, die „den einen Leib“ bilden, der die Kirche ist. Als „von Gott geliebte, auserwählte Heilige“ sind wir gerufen, in Frieden und Harmonie miteinander zu leben, uns gegenseitig zu ertragen und einander zu vergeben, vor allem aber einander zu lieben, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht (vgl. Kol 3,12–14). Ebenso wie die Liebe im Bund der Ehe durch die Gnade erhöht wird, um an der Liebe Christi und der Kirche Anteil zu haben und deren Ausdruck zu werden (vgl. Eph 5,32), so ist auch die Familie, die auf diese Liebe gründet, gerufen, „Hauskirche“ zu sein, ein Ort des Glaubens, des Gebets und der liebevollen Sorge um das wahre und dauerhafte Wohl jedes ihrer Glieder. Während wir hier, in dieser Stadt der Verkündigung, über all das nachdenken, gehen unsere Gedanken ganz selbstverständlich zu Maria, die „voll der Gnade“ ist, zur Mutter der Heiligen Familie und unserer Mutter. Nazareth gemahnt uns an unsere Pflicht, die besondere Rolle der Frau und die ihr von Gott gegebene Würde anzuerkennen und zu respektieren, ebenso wie ihre besonderen Charismen und Talente. Ganz gleich, ob sie nun als Mütter in Familien leben, als wichtiger Part im Arbeitsleben und in den gesellschaftlichen Einrichtungen oder in einer besonderen Berufung unserem Herrn durch die evangelischen Räte der Keuschheit, Armut und des Gehorsams folgen: die Frauen spielen stets eine unersetzliche Rolle dabei, jene „Humanökologie“ (vgl. Centesimus annus, 39) zu schaffen, derer unsere Welt und dieses Land so dringend bedürfen: ein Umfeld, in dem Kinder lernen zu lieben und für andere Sorge zu tragen, zu allen ehrlich und respektvoll zu sein, sich in der Tugend der Barmherzigkeit und Vergebung zu üben. Wir denken hier auch an den heiligen Josef, den gerechten Mann, den Gott zum Haupt seines Hauses machen wollte. Das starke, väterliche Vorbild Josefs hat Jesus die Tugenden einer mannhaften Frömmigkeit, der Treue zum Wort, der Integrität und der harten Arbeit gelehrt. Der Zimmermann aus Nazareth hat ihm gezeigt, dass eine in den Dienst der Liebe gestellte Autorität unendlich fruchtbringender ist als eine Macht, die zu beherrschen sucht. Wie sehr bedarf unsere Welt doch des Vorbilds, der Führung und der stillen Stärke von Männern wie Josef! Beim Betrachten der Heiligen Familie von Nazareth wenden wir uns schließlich dem Kind Jesus zu, dessen Weisheit und Verstand im Heim Marias und Josefs zunahmen, bis zu dem Tag, an dem sein öffentliches Wirken begann. An dieser Stelle möchte ich den hier versammelten jungen Menschen gerne einen kleinen Denkanstoß geben. Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt uns, dass die Kinder bei der Heiligung ihrer Eltern eine besondere Rolle spielen (vgl. Gaudium et spes, 48). Ich bitte euch eindringlich, darüber nachzudenken und euch vom Vorbild Jesu leiten zu lassen, also euren Eltern nicht nur Respekt zu zollen, sondern ihnen auch zu helfen, jene Liebe in ihrer ganzen Fülle zu erkennen, die unserem Leben erst seinen tiefsten Sinn gibt. In der Heiligen Familie von Nazareth war es Jesus, von dem Maria und Josef von der Größe Gottes, seines himmlischen Vaters, erfahren haben, jener letzten Quelle aller Liebe, dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird (vgl. Eph 3,14-15). Liebe Freunde, im Tagesgebet der heutigen Messe haben wir den Vater gebeten, „uns zu helfen, wie die Heilige Familie zu leben, vereint in Respekt und Liebe“. Lasst uns hier erneut unsere Verpflichtung bekräftigen, in der Welt, in der wir leben, Sauerteig des Respekts und der Liebe zu sein. Der Berg des Absturzes gemahnt uns, wie schon Generationen von Pilgern, daran, dass die Botschaft unseres Herrn für jene, die sie hörten, manchmal eine Quelle des Widerspruchs und Konflikts war. Wie wir alle wissen, hat es in Nazareth in den letzten Jahren leider Spannungen gegeben, die den Beziehungen zwischen den hier lebenden christlichen und muslimischen Gemeinden geschadet haben. Ich ersuche die Menschen guten Willens in beiden Gemeinden dringend, den bereits angerichteten Schaden wieder gutzumachen und in der Treue im Glauben an den einen Gott, den Vater der Menschheitsfamilie, Brücken zu bauen und den Weg zu einem friedlichen Zusammenleben zu finden. Mögen wir alle der zerstörerischen Macht von Hass und Vorurteil, die zuerst die Seelen der Menschen und dann ihre Körper tötet, eine klare Absage erteilen! Lasst mich abschließend ein Wort des Dankes und des Lobes an all jene richten, die darum bemüht sind, den Kindern dieser Stadt die Liebe Gottes zu bringen und neue Generationen in den Wegen des Friedens zu unterweisen. Besonders danken möchte ich den Ortskirchen, die sich vor allem in ihren Schulen und karitativen Einrichtungen darum bemühen, Mauern einzureißen und zu einem Hort der Begegnung, des Dialogs, der Versöhnung und der Solidarität zu werden. Ich ermutige die engagierten Priester, Ordensleute, Katechisten und Lehrer, gemeinsam mit den Eltern und allen, denen das Wohl unserer Kinder am Herzen liegt, im Zeugnis für das Evangelium und die Wahrheit auszuharren und darauf zu vertrauen, dass Gott jede Initiative gedeihen lassen wird, die der Verbreitung seines Reiches der Heiligkeit, Solidarität, Gerechtigkeit und des Friedens zuträglich ist. Zugleich erkenne ich mit Dankbarkeit die Solidarität an, die so viele unserer Brüder und Schwestern gegenüber den Gläubigen im Heiligen Land üben, indem sie die lobenswerten Programme und Aktivitäten der „Catholic Near East Welfare Association“ unterstützen. „Mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38). Möge Unsere Liebe Frau von der Verkündigung, die ihr Herz mutig dem geheimnisvollen Plan Gottes geöffnet hat und die Mutter aller Gläubigen wurde, uns durch ihre Gebete leiten und stützen. Möge sie für uns und unsere Familien die Gnade erwirken, unsere Ohren jenem Wort des Herrn zu öffnen, das die Kraft hat, aufzubauen (vgl. Apg 20,32); uns zu mutigen Entscheidungen anzuregen und unsere Schritte auf den Weg des Friedens zu führen!

Weihbischof Laun über die Bedrohung der Familie durch den Staat: