25. Januar
Fest der Bekehrung des Hl. Apostels Paulus


Die Exkommunikation der von S.E. Erzbischof Marcel Lefebvre am 30. Juni 1988 geweihten Bischöfe, die.durch die Kongregation für die Bischöfe mit einem Dekret vom 1. Juli 1988 erklärt worden ist, wurde durch ein zweites Dekret derselben Kongregation unter dem Datum des 21. Januar 2009 auf Anweisung unseres Hl. Vaters, Papst Benedikt XVI., hin zurückgenommen.

Wir danken dem Hl. Vater für diesen großartigen Schritt, die Glaubwürdigkeit der Kirche zu festigen und den Gläubigen eine große Gewissenslast abzunehmen.

Diesem Schritt werden jetzt hoffentlich noch weitere Schritte folgen, mit dem Ziel, die Kirche in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.


Es gibt Stimmen, die diesen Schritt als "Barmherzigkeit" bezeichnen. Bei genauem Betrachten kann jedoch jeder denkfähige und unvoreingenommene Mensch feststellen, dass nicht die Barmherzigkeit, sondern die Gerechtigkeit ausschlaggebend war.

Und es gibt Stimmen, die sagen, die Piusbruderschaft sei eine schismatische Bruderschaft. Wenn dem so ist, was hier jetzt nicht erörtert werden soll, dann müssten unzählige andere Gruppen und Personen, die derzeit in offiziel angesehenem Verhältnis zu Rom stehen, auch als schismatisch gebrandmarkt werden - und es müssten etliche Exkommunikationen ausgesprochen werden. Um konkreter zu werden seien beispielhaft solche Gruppen genannt: (1) die Ostkirche, die den Primat des Papstes nicht anerkennt, in der aber Katholiken die Sakramente empfangen dürfen, und (2) "katholische Freunde" der reformierten Glaubensgemeinschaften (die die Hierarchie der Kirche grundsätzlich ablehnen und auch, auf Martin Luther zurückgehend, die Priesterweihe nicht kennen), die hie und da reformierte Gemeindevorsteher (Pfarrer) in der Hl. Messe predigen und sogar konzelebrieren lassen. Weiterhin sei daran erinnert, dass natürlich auch (a) die Königssteiner Erklärung, (b) die vehemente Weigerung aus dem System der Schwangerenberatung mit Tötungslizenz auszusteigen, und (c) die Verschleppung der korrekten Übersetzung von "pro multis" als schismatische Akte unter zu vielen anderen verstanden werden können.

Doch solche Aufrechnungen helfen nicht weiter. Notwendig sind Demut, Reue, Buße, Vergebung, Besserung und das gemeinsame ehrliche Streben nach dem wahren Glauben! Unser Gott und Schöpfer muss im Mittelpunkt unseres Strebens stehen, nicht der Mensch!

Gott sei uns gnädig und beschere allen ein Damaskuserlebnis.


Ein Interview mit dem Generalobern der Piusbruderschaft.


Dank sei auch der Hl. Jungfrau Maria, die sicher die Millionen von Bitten um Fürsprache für die Rücknahme des o.g. Dekrets erhörte. Denn ohne Hilfe vom Himmel hätte der Hl. Vater wohl nicht die Kraft gehabt, eine solche Tat zu vollbringen. Geben wir nicht auf, um die Gesundung der Kirche, um deren Einheit, und für den Hl. Vater und für viele gute Arbeiter im Weinberg des Herrn zu beten.

Deo gratias!