11. Februar
Erscheinung der unbefleckten Jungfrau Maria
,(Maria - Erscheinung Mariens in Lourdes)

1908 feierte die Kirche das 50-jährige Jubiläum, dass die Hl. JungfauMaria in Lourdes dem Mädchen Bernadette Soubirous im Jahr 1858 erstmals erschien, und bestimmte diesen Tag zum neuen Marienfesttag. Vier Jahre zuvor, am 8. Dezemebr des Jahres 1854, hatte der Hl. Vater Papst Pius IX. das Dogma von der unbefleckten Empfängnis Mariens verkündet.

„Zu Ehren der Heiligen und Ungeteilten Dreifaltigkeit, zu Schmuck und Zierde der jungfräulichen Gottesmutter, zur Erhöhung des katholischen Glaubens und zur Mehrung der christlichen Religion, in der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und der Unseren erklären, verkünden und definieren Wir: Die Lehre, dass die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch ein einzigartiges Gnadenprivileg des allmächtigen Gottes, im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erretters des Menschengeschlechtes, von jedem Schaden der Erbsünde unversehrt bewahrt wurde, ist von Gott geoffenbart und darum von allen Gläubigen fest und beständig zu glauben.“
(Bulle "Ineffabilis Deus")


Welches ist die größte Sünde?

Sicherlich ist jede Sünde als Beledigung Gottes zu verstehen. Doch gibt es, wie erstens die Kirche lehrt und zweitens auch mit menschlichem Verstand leicht zu begreifen ist, verschiedene Qualitäten der Sünde. Darüber wollen wir heute reflektieren.

Tagesschau.de brachte mit Datum vom 9. Februar 2009 die Schlagzeile "Piusbrüder: Kreuzschändung schlimmer als Terror" und führte empört aus, dass der deutsche Distriktobere der Piusbruderschaft, Hochwürden Pater Franz Schmidberger, die Schändung eines Kreuzes als schwerwiegender bezeichnete als die Terror-Anschläge des 11. September in New York.

Wir verstehen nicht, warum der Reporter von Tagesschau.de sich so empörte. Die Empörung wäre berechtigt, wenn die Aussage z.B. gewesen wäre, dass diese Terror-Anschläge unbedeutend wären, oder die gestorbenen Menschen nicht zu betrauern wären. Doch davon steht nichts in dem Bericht. Somit ist die Aussage von Hw. Pater Schmidberger relativ zu sehen. Nun zurück zu unserem Thema der Qualität von Sünden.

Der Mord an einem Menschen ist nach der Lehre der Kirche, die auch Hw. Pater Schmidberger sicher so vertritt, eine Todsünde. Der Mord an vielen Menschen ist somit, wenn menschliche Zahlen vor Gott überhaupt eine Bedeutung haben, eine mehrfache Todsünde, also etwas, das absolut verwerflich ist. Warum ist Mord eine so schwere Sünde? Weil nämlich die Menschen von Gott aus reiner Liebe und nach dem Bilde Gottes geschaffen wurden. Wird ein Mensch ermordert, wird damit also ein Abbild Gottes getroffen. Das stellt einen indirekten Angriff auf Gott dar.

Was ist nun mit der Schändung eines Kreuzes. Das Kreuz ist zunächsts das Werkzeug der Ermordung des Sohnes Gottes, der selbst nicht nur wahrer Mensch, sondern auch wahrer Gott ist. Besonders hervorzuheben ist, dass diese Ermordung von Jesus Christus nur möglich war, weil Jesus sein Ja dazu gab, um damit nämlich die unermessliche Sünde der Menschen, die Beleidgungen Gottes, zu sühnen und damit das Tor zum Paradies wieder für alle Menschen guten Willens zu öffnen. Das Kreuz ist jedoch nicht in erster Linie Mordwerkzeug, sonder steht zuallererst für Jesus Christus selbst. Im Kreuzzeichen bekennen wir den dreifaltigen Gott. Die Schändung des Kreuzes ist daher Verhöhnung Gottes und ein direkter Angriff auf Gott. Wenn nun aber ein Angriff auf ein Abbild Gottes (=indirekter Angriff) schon eine Todsünde darstellt, so ist sicherlich der Angriff auf Gott selbst (=direkter Angriff) eine noch schwerere Sünde. Und genau das wollte vermutlich Hw. Pater Schmidberger zum Ausdruck bringen.

Es wäre angebracht, dass sich sowohl der Redakteur von Tagesschau.de als auch die gesamte Redaktion öffentlich bei Hw. Pater Schmidberger entschuldigen.