1. Dezember
Edmund Campion
, * 25. Januar 1540 in London, † 1. Dezember 1581 in Tyburn, heute Teil des Stadtbezirks West End in London

Als Edmund Campion am 25. Januar 1540 in London geboren wurde, war die Trennung der englischen Kirche von Rom bereits vollzogen. Er selbst wuchs in der anglikanischen Kirche auf und legte 1569 als Diakon der anglikanischen Kirche den vorgeschriebenen Suprematseid auf Königin Elisabeth I. (1558 - 1603) ab. Doch die Enthauptung des englischen Kardinals John Fischer vom 22. Juni 1535 und des Lordkanzlers Thomas Morus vom 6. Juli 1535 waren in London immer noch ein Thema. Nachdem die letzten Worte Morus vor seinem Sterben bekannt wurden, er sterbe "als des Königs guter Diener, aber zuerst als Diener Gottes", bereute Edmund seinen Eid und floh nach Douai in Nordfrankreich. Er trat 1573 in Rom in den Jesuitenorden ein und wurde 1578 in Prag zum Priester geweiht. Vom Jesuitenorden nach England geschickt, wollte er mithelfen, Missverständnisse zu klären und das Nein der katholischen Kirche von 1535 zum Ehescheidungsgesuch des englischen Königs Heinrich VIII. (1509 - 1547) zu begründen. Er verfasste 1580 eine Broschüre "Decem Rationes" ("Zehn Gründe") für seine Aufklärungskampagne. In kurzer Zeit wurde etwa eine halbe Million Exemplare verkauft.

Am 27. Juli 1581 wurde der lästige Jesuitenpriester Edmund verhaftet und am 1. Dezember 1581 in Tyburn bei London gehängt und gevierteilt.

Edmund wurde 1970 zusammen mit weiteren 69 Märtyrern aus England und Wales heilig gesprochen.

Der Hl. Edmund wird meist als Märtyrer om typisch schwarzer Jesuitengewandung dargestellt. Er ist Patron seiner englischen Heimat und der Katholiken Englands, ein Fürsprecher für die Wiedervereinigung der anglikanischen Kirche mit Rom.

In der literaturgeschichtlichen Forschung Englands kam der Hl. Edmund völlig unerwartet ins Gespräch. In Hoghton Tower bei Oxford, wo sich ein katholisch-jesuitisches Zentrum befand, lebte damals auch William Shakespeare (1564 - 1613). Es ist durchaus möglich, dass sich Edmund Campion mit ihm dort getroffen hat. Auch wird heute die Frage gestellt, ob der englische Nationaldichter katholisch war.


An der katholischen Kirche geht auf Dauer einfach kein Weg vorbei. Nicht umsonst heißt sie u.a. auch katholisch ("für alle").

Doch wo sind heute die mutigen Streiter für das Reich Gottes?