12. Dezember 2008
Maria - Jungfrau von Guadalupe

Das Fest erinnert an die Marienerscheinung des Juan Diego in Mexiko. Ihm erschien Maria und beauftragte ihn, vom Bischof in Mexiko-Stadt die Errichtung einer Kirche auf einem Hügel nahe der Stadt, auf dem zuvor ein Heiligtum der Azteken-Göttin "Tonantzin" stand, zu erbitten. Drei Tage später erschien Maria dem Indianerjungen Juan ein zweites Mal. Auf dem schneebedeckten Hügel wuchsen Rosen. Juan Diego sammelte sie und brachte sie in seinem Mantel zum Bischof. Als er den Mantel öffnete, um dem Bischof die Rosen zu geben, war auf dem Mantelfutter das Gesicht einer Frau zu sehen. Der Bischof erkannte darin das Bild der "Jungfrau von Guadelupe", die in Spanien verehrt wird. Nun überzeugt, ließ er die Kirche bauen.


Gedanken zum Schisma

Der Katechismus der Katholischen Kirche erklärt unter der Nr. 2089: "... Schisma nennt man die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst ..." (CIC, can. 751)."

Ohne dass es im KKK explizit steht, setzt diese Aussage selbstverständlich voraus, dass es einen gültigen Papst gibt. Davon wollen wir ausgehen.

Betrachten wir nun die Enzyklika "Humanae Vitae" von Paul VI. vom 25. Juli 1968, und z.B. die Königsteiner Erklärung der deutschen Bischöfe vom 30. August 1968, bzw. die Mariatroster Erklärung in Österreich, so muss sich der Laie doch fragen, ob nicht die deutschen und österreichischen Bischöfe durch diese Erklärungen einen schismatischen Akt gesetzt haben. Wenn das aber so ist - nur angenommen, und der Hl. Vater unternimmt nichts dagegen, so wundert sich der laienhafte Beobachter und es kommt ihm die oben genannte Voraussetzung der Definition des Schismas in den Sinn.

Ein weiteres Beispiel: Johannes Paul II. hat klar und deutlich von den deutschen Bischöfen verlangt, aus diesem staatlichen Mordsystem der Beratung schwangerer Frauen mit Ausstellung der Mordlizenz auszusteigen. Deutsche Bischöfe haben sich offen geweigert und damit ganz klar einen schismatischen Akt gesetzt. Lobend sei z.B. Bischof Johannes Dyba aus Fulda genannt, der auch ohne Aufforderung durch den Hl. Vater stets für das Leben aller Menschen eingetreten ist, und durch seine Art der Beratung ohne Mordlizenz viele Frauen und Kinder gerettet hat.

Ein letztes Beispiel: Der Hl. Vater, Benedikt XVI., hat wiederholt die Bischöfe aufgefordert, die Worte "pro multis" richtig mit "für viele" anstatt des seit einiger Zeit gebräuchlichen "für alle" zu verwenden. Nachrichten von heute berichten, dass die Deutsche Bischofskonferenz auf Rom zugegangen ist, die Umsetzung dieser Forderung "vorerst nicht durchzuführen". Ein neuer schismatischer Akt oder ein ungültiger Papst? Wir hoffen und beten, dass Benedikt XVI. klare Zeichen setzen wird und durch ihn die schmerzhaft leidende Kirche auf Erden neu erblühen wird.